Sebastian Kurz und die Russland-Sanktionen

Putin ist kein renitenter Jugendlicher

Heute morgen im Deutschlandfunk: Österreichs Außenminister Sebastian Kurz äußert sich zu den Russland-Sanktionen: Das Problem sei, so der ÖVP-Mann, der kürzlich hier und da als eine Art europäische Erlöserfigur gefeiert wurde, „dass ein System der Bestrafung entstanden ist und keines des Ansporns“.

Entweder glaubt Kurz ernsthaft, die Europäische Union habe es mit einem Pubertierenden zu tun, oder er will einfach nicht begreifen, was Putins Russland gerade treibt. Beides wirft kein gutes Licht auf den Außenminister, der gerade den Vorsitz der OSZE übernommen hat. Wer jetzt die Sanktionen runterfährt oder gar beendet, schafft in der Tat einen Ansporn für Putin. Der Kreml dürfte sich zu weiteren Operationen mit grünen Männchen ermutigt fühlen. Im Baltikum wird man die Einschätzung aus Wien registriert haben.




Journalist und Kolumnist aus dem kleinsten Bundesland der Welt. Mitbegründer der Salonkolumnisten.


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