Zu doof für Benoist

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Alain de Benoist hat umgehend auf ein Portrait geantwortet, das ihm Ellen Daniel widmete: Er will kein Völkischer sein. Das sollte er mal seinen völkischen Fans erklären.

Mail vom 22. März (übersetzt aus dem Französischen von Ellen Daniel)

Madame,

Der Artikel, den Sie mir gewidmet haben, hat zumindest einen Verdienst: Er ist von einer so hochtrabenden Dummheit, dass es komisch wird. Nachdem ich mein ganzes Leben lang gegen die „Völkischen“ argumentiert habe, finde ich mich also als „Mastermind der Völkischen“ porträtiert. Da kann man nur lachen.

Gerade veröffentliche ich mein 105. Buch, in dem ich mich wie immer auf einen Sozialismus Proudhon’scher Prägung und auf eine marxistische Kapitalismuskritik beziehe. Diesen Weg habe ich auch ausführlich in meinen Memoiren erklärt. Aber diese Themen sind offenbar ein bisschen zu kompliziert für Sie.

Ihr

Alain de Benoist




Ellen begann ihr Leben im Taunus bei Frankfurt. Frankophil war sie schon als Elfjährige, nach dem Politik-Studium reichte es aber nur für Belgien: In Brüssel lernte sie erst als Journalistin, dann als SPD-Pressesprecherin die EU von innen kennen. Von 1999 bis 2014 arbeitete sie beim "Focus", wo sie Redakteurin im Auslands- und im Kulturressort war und viel herumreiste. Heute ist sie für alles Redaktionelle bei SOS-Kinderdorf e.V. zuständig. Ellen ist eine überzeugte Europäerin, im politischen wie im kulinarischen Leben.


Mit freundlicher Unterstützung von johannesdultz.com