Zur Ehrenrettung des Jahres

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2016 war mau, aber lehrreich: Es kann alles immer noch schlimmer werden.

Wenn man sich die Posts der vergangenen Tage mal durchliest, dann wird klar: Das Herumhacken auf 2016 ist zum Volkssport geworden. Klar, es war ein ziemlich bescheidenes Jahr, mit Brexit, Trump, gefühlten hundert toten Lieblingspromis und natürlich unzähligen Anschlägen – und als Punkt aufs I auch noch Schweinsteigers Handspiel.
Aber wenn wir aus 2016 eines gelernt haben, dann dass es letztlich egal ist, wie fubar die Gegenwart schon ist. Tatsächlich kann nämlich alles jederzeit und ohne Probleme noch viel schlimmer werden. Ich bewahre mir daher zwar einen Rest Hoffnung auf ein besseres 2017 als ich es eigentlich befürchte, aber nur weil ich eben muss. 2016 hat es mich nicht anders gelehrt.

In diesem Sinne und deswegen: Danke für gar nichts, 2016, aber du hättest trotzdem ruhig noch etwas bleiben können.


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Studierter Historiker aus München, leidenschaftlicher Kartensammler und im Brotberuf in der jüdischen Bildungsarbeit aktiv. Bestens vertraut mit der Rolle als liberaler Exot und Quotenkapitalist. Hier und bei den Ruhrbaronen schreibt er zu deutscher und amerikanischer Politik und Israel. Sein Motto: „Geheimratsecken wollen auch schön eingerichtet sein!“


Mit freundlicher Unterstützung von johannesdultz.com