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Skandal: Firma setzt sich für Produkt ein

Bei der „Süddeutschen Zeitung“ wird nicht mehr recherchiert

Die Journalistin Silvia Liebrich [1] empört sich in der Süddeutschen Zeitung [2] darüber, dass Monsanto ein Verbot von Glyphosat „zu behindern“ versuche. Das perfide daran: „Dabei setzt der US-Agrarkonzern stark auf die Expertise von Fachleuten, die unabhängig und auf wissenschaftlicher Basis prüfen, ob Glyphosat etwa Krebs auslösen oder das Erbgut schädigen kann.“ Na sowas!

Dann raunt sie von der „engen Verbindung“ vieler Forscher zu Monsanto. Hätte Liebrich recherchiert statt bei Aktivisten abzuschreiben, wüsste sie, dass das IARC – eine Einrichtung der WHO – für seine Glyphosat-Gegner-freundliche Einschätzung, Glyphosat sei „wahrscheinlich krebserregend“ (eine Einschätzung, die sonst keine Institution [3] weltweit teilt), vor allem fünf Studien [4] herangezogen hat: Vier davon stammen von – Monsanto. Warum das IARC sie anders bewertet, könnte vielleicht damit zusammenhängen, dass es beim IARC Interessenskonflikte [5] gab. Aber das wird nie in der SZ stehen.