Tucker Carlson war „Fox News“ irgendwann zu rechts und verschwörerisch, seitdem macht er unterstützt von Elon Musk sein eigenes Ding und ist damit sehr erfolgreich. Neulich war der „Merchant of Death“ Wiktor But bei ihm, der Waffen an verschiedene Bürgerkriegsparteien in Afrika und Südamerika verkaufte, in den USA eingekerkert und dann von Russland freigepresst wurde, indem Russland eine amerikanische Basketballspielerin als Geisel nahm, die 0,7 Gramm Haschischöl dabei hatte. Tausende Tonnen Waffen gegen ein bisschen Haschisch.
But faselte in dem Podcast vom westlichen „Woke-Virus“ und „common sense“ und drohte Europa mit einem nuklearen Holocaust, schließlich, so But, würde Europa via Ukraine Russland angreifen und da Russland konventionell unterlegen sei, lasse die russische Nukleardoktrin dann Atomschläge als einzige Option übrig.
Jetzt schaltete sich der schwergewichtige deutsche Internet-Millionär Kim Dotcom aus Neuseeland zu, sichtlich mitgenommen nach einem Schlaganfall, grinsend mit einem schütteren Vollbart. Carlson fragt ihn verschiedene Dinge zur Zukunft der Welt und Dotcom, von den USA gesucht, da er jahrelang eine riesige Plattform für Raubkopien bereitstellte, antwortet sibyllinisch wie das Orakel von Delphi.

Tucker, ganz der kritische Geist, lauscht den Ausführungen von Dotcom, der gerade Prophezeiungen aus dem Himmel holt
Er halte es für sehr wahrscheinlich, dass bald ein Atomkrieg drohe, Deutschlands einziger Ausweg sei ein Frieden mit Russland und eine Abkapselung von den USA. Seine von den USA geforderte Auslieferung sei unrechtmäßig, man wolle nur an ihn ran, da er Julian Assange unterstützt habe, Israel müsse seine Atomwaffen abgeben, die USA seien vom „Deep State“ kontrolliert. Wer nicht kontrolliert werden wolle, dürfe das Internet gar nicht mehr nutzen. Am Ende seiner Ausführungen sagt er dann immer „ja“ und lacht, Tucker stimmt ihm eifrig zu.
Hier kann man sich das traurige Spektakel anschauen:
Der deutsche Bro Jogan, Podcast-Star Ben ungescripted, hat interessanterweise eine ähnliche Herangehensweise wie Tucker Carlson, der behauptet, die NATO würde das friedliche Russland angreifen. Ben sagt in einem kürzlich aufgezeichneten Lagerfeuer-Gespräch mit einem Ex-Bundeswehrsoldaten, der jetzt Youtuber geworden ist, er glaube, dass Politiker und Medien Russland vollkommen ungerechtfertigt zum Feindbild machen. Er vergleicht das damit, dass man früher unter Hitler die Franzosen „blöd“ finden sollte und jetzt halt die Russen. Da wolle er nicht mitmachen. Was wohl diese Ukrainer zu dieser Gleichsetzung sagen?
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