Umweltbundesamt macht Politik

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Das Umweltbundesamt will tierische Produkte höher besteuern. Übergriffig und willkürlich.

Ganz frisch reingekommen: „Das Umweltbundesamt fordert aus Gründen des Klimaschutzes eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Tierprodukte wie Milch und Fleisch.“

Inhaltlich halte ich das für groben Unfug. Zum einen bekämen wir noch mehr Durcheinander in der Mehrwertsteuer, zum anderen ist es unglaublich übergriffig und willkürlich, tierische Lebensmittel im Vergleich zu pflanzlichen teurer zu machen. Warum sollte es in irgendeiner Weise umweltpolitisch klug sein, die Avocado aus Mexiko weniger hoch zu besteuern als die Milch vom Ökobauern von nebenan? Was wir in der Mehrwertsteuer brauchen, ist eine Vereinheitlichung auf 15 Prozent. Die Sozialleistungen müssen natürlich entsprechend angepasst werden.

Ganz grundlegend: Nach meinem Verständnis hat das Umweltbundesamt die Aufgabe, die Bundesregierung mit Fachexpertise zu beraten und nicht, selbst Politik zu machen. Denn das Umweltbundesamt ist eine Behörde, kein Ministerium.




Sozialdemokrat, anderen Argumenten und Ideen gegenüber zugänglich. Bekämpft ab und an den Liberalen in sich. Lebt und arbeitet in Mannheim. Hat Geschichte, Germanistik und Theologie studiert.


Mit freundlicher Unterstützung von johannesdultz.com