Das Kapitol in Washington Noclip

Hurra, ich habe mich geirrt!

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Nach der Wahlnacht gibt es wieder eine demokratische Kontrolle des Präsidenten. Mueller wird weiter dessen Russlandkontakte untersuchen können.

Nein, es war kein Erdrutschsieg der Demokraten. Ja, die Bananenrepublikaner haben den Senat gehalten und ihre Mehrheit dort vielleicht sogar ausgebaut. Nein, dem Demokraten Beto O´Rourke ist es leider nicht gelungen, den Stinkstiefel Ted Cruz in Texas zu besiegen. Ja, auch Andrew Gillum und Stacey Abrams haben verloren. Nebbich!

Und doch: Von nun an gibt es wieder eine demokratische Kontrolle. Das Repräsentantenhaus kann seine schützende Hand über den amerikanischen Patrioten Robert Mueller und seine Untersuchung der Russlandkontakte der Firma “Trump, Soehne und Co.” halten. Außerdem kann es Trump zwingen, seine Steuererklärung herauszurücken. Seit der Wahlnacht des 6. November hat die amerikanische Republik wieder eine Chance, sich zu berappeln. Vielleicht – ich wage kaum, das hier hinzuschreiben – neigt sich die Herrschaft der bösen, alten, weißen Männer tatsächlich ihrem Ende zu.

Lesen Sie auch: Warum die Republikaner gewinnen werden




Hannes Stein, geboren 1965 in München, aufgewachsen in Salzburg, hat lange in Schottland, länger in Israel und am längsten in Hamburg und Berlin gelebt. 2007 in die Vereinigten Staaten ausgewandert, seit 2012 amerikanischer Staatsbürger. Verheiratet, ein Kind. Kulturkorrespondent der "Welt" und WamS" in New York. Bei KiWi erschienen seine Romane "Der Komet" und "Nach uns die Pinguine".