Bei den amerikanischen Zwischenwahlen könnten Putinisten gewinnen, die Amerika gerne nach dem Vorbild des orbánschen Ungarn umbauen möchten. Auch für Deutschland und Europa ist das enorm gefährlich.
Zwar haben die Demokraten ein paar Siege eingefahren. Aber der Anfang vom Ende der Ära Trump war diese Wahl nicht. Seine Gegner haben immer noch kein Rezept gegen ihn und seinen Politikstil gefunden.
Die Erleichterung über den Sieg der amerikanischen Demokraten vor knapp einem Jahr war zwar richtig, sollte aber langsam ernster Sorge weichen. Wir befinden uns nur in einer Atempause.
Amerika hat bewiesen: Demokratie funktioniert. Trotzdem ist es ausgerechnet die amerikanische Legislative, die die Intelligenz der vielen an der Wahlurne gerade mit Verfahrenstricks und fragwürdigen Traditionen blockiert. Unser Mann in New York will, dass sich das ändert, und hält ein flammendes Plädoyer für die Herrschaft der ungewaschenen Massen.
"The only way out is the way through", sagen die Engländer. Die Demokraten werden nun zum Glück gezwungen, das anzuerkennen und können sich ab sofort auf Politik konzentrieren.
Die Midterms seien für die Demokraten eher bescheiden ausgegangen, meinte Richard Volkmann. In einem offenen Brief widerspricht Hannes Stein, der einen fulminanten Sieg sieht.
Während Umfragen (mal wieder) eine trügerische Sicherheit geben, haben Trump und seine Partei eine klare Botschaft: Sie setzen auf Angst, und die Demokraten können nur an die Ratio appellieren. Ein ungleiches Duell.
Es sieht so aus, als habe Donald Trump endgültig verloren. Doch es ist immer noch nicht sicher, dass diese Schrecken erregende Episode der amerikanischen Geschichte zu Ende geht.
Bei den amerikanischen „midterm elections“ im November beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten die Mehrheit der Wählerstimmen bekommen, neunzig Prozent. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie tatsächlich die Mehrheit der Sitze im Repräsentantenhaus gewinnen, liegt nur bei fünfzig Prozent.
Ein Autorenblog für alle, die gern streiten und nicht an den Weltuntergang glauben. Die Salonkolumnisten schreiben über Politik und Kultur – klug, pointiert und in vielen Stimmen, die sich oft uneins sind. Verteidiger der offenen Gesellschaft, Gegner jeder Schwarzmalerei.
Gastkolumnist Ulrich Menzel geht in dieser aktualisierten Version eines bisher unveröffentlichten Aufsatzes der Frage nach, wie die Definition des „Westens“ sich immer
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