Wahlmanipulationen sind Angriffe auf die Demokratie

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Der Niedergang des Westens hat nichts mit der Stärke seiner Gegner zu tun. Denn weder Wladimir Putins Russland, noch der IS oder Recep Tayyip Erdoğans Türkei haben attraktive Angebote zu machen.

Das Problem des Westens ist seine Schwäche. Gerade erfahren wir, dass Barack Obama Hinweise auf russische Manipulationen im US-Wahlkampf unter Verschluss hielt, um nicht als Clinton-Wahlkämpfer dazustehen. Das ist höflich, könnte als stilvoll verstanden werden, ist aber grundfalsch.

Es wird dringend Zeit, dass westliche Demokratien neben Toleranz, Pluralismus und Multikulturalismus noch einen anderen Wert betonen: Wehrhaftigkeit. Frankreich und Deutschland könnten damit gleich mal beginnen. Sonst stehen wir in Europa nach den Abstimmungen im April/Mai (Französische Präsidentschaftswahlen) und im September 2017 (Bundestagswahl) aus falsch verstandener Rücksicht vor einem ähnlichen Trümmerhaufen wie die USA jetzt.

Deshalb sollten ab sofort ALLE Hinweise auf Manipulationen des Wahlkampfes veröffentlicht werden. Und zwar laut und groß. Es handelt sich nämlich um einen Angriff.



Journalist und Kolumnist aus dem kleinsten Bundesland der Welt. Mitbegründer der Salonkolumnisten.


Mit freundlicher Unterstützung von johannesdultz.com