1. Mekka

1979 wurde die Große Moschee von 500 militanten Terroristen besetzt, die Tausende von Geiseln nahmen – die Geburtsstunde des islamischen Terrorismus, wenn man so will. Seitdem werden die Zugänge streng bewacht. Erst vor ein paar Tagen wurde ein weiterer Anschlag aufgedeckt. Heute muss, wer in die Kaaba will, eine Sicherheitsschleuse mit Metalldetektoren durchlaufen. Und es gibt natürlich auch Kameras.

2. Pilger-Flughäfen

Über eine Million Pilger besuchen jährlich den heiligsten Ort der Muslime – fast alle per Flugzeug. Und dort müssen sie natürlich zuvor durch Sicherheitsschleusen. Proteste von religiösen Instanzen sind unbekannt. Allah hat die Detektoren und Kameras durchgewunken. In Saudi-Arabien, das den schiitischen Iranern derzeit den Zugang zu Mekka verwehrt, sollen die Kontrollen übrigens besonders penibel sein.

3. Iran

Auch in der schiitischen Variante des Islam sind Metalldetektoren nicht vom Teufel. Wer als Besucher in eines der Parlamentsgebäude in Teheran will, muss eine Sicherheitsschleuse mit Metallsonde passieren – und Handy, Kamera und Stift abgeben. Dafür darf er dann in einem Besprechungssaal eine meterhohe Landkarte bewundern, auf der – Sie werden es schnell erraten – Israel fehlt.

4. Pakistan

Im muslimischen Land Pakistan sind tödliche Anschläge an der Tagesordnung – vor allem durch Angehörige der Taliban, die im Land gegen die Sicherheitskräfte kämpfen. Daher stehen vor jedem großen Polizei- und Gerichtsgebäude Sicherheitsschleusen mit Sonden, die Besucher nach versteckten Waffen durchsuchen. Protest von Allah? Fehlanzeige!

5. Vereinigte Arabische Emirate

Wer auf die Aussichtsplattform des mit 828 Metern höchsten Bauwerks der Welt, den Burj Khalifa in Dubai, will, muss zuvor – na was wohl? – eine Sicherheitsschleuse passieren, ehe er mit den Express-Fahrzügen in den Himmel schießen darf. Tagtäglich tun dies Tausende Touristen aus aller Welt – und natürlich viele Muslime. Das streng nach der Scharia ausgerichtete Land, das zum Beispiel bei Vergewaltigungen die Beweislast auf das Opfer abwälzt, hat zum Thema Metalldetektoren nichts Verwerfliches bei der Auslegung der Scharia entdecken können. Allah sei Dank!

Nachtrag:

Bleibt zum Thema „Tag des Zorns“ gegen Metalldetektoren auf dem Tempelberg noch nachzutragen: Selbstverständlich müssen auch Juden auf dem Weg zur Klagemauer einen Metalldetektor passieren. Darüber hat sich niemand aufgeregt – aber es ist selbstverständlich was anderes, wenn Juden etwas tun, was allen anderen selbstverständlich ist.