Julien Reitzenstein

Julien Reitzenstein befasst sich als Historiker mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere des Nationalsozialismus, Demokratiegeschichte und Ideologiegeschichte. Zuletzt erschienen von ihm die Bücher „Das SS-Ahnenerbe und die Straßburger Schädelsammlung – Fritz Bauers letzter Fall“ (2. Auflage 2019) und „Himmlers Forscher – Wehrwissenschaft und Medizinverbrechen im Ahnenerbe der SS.“ (2. Auflage 2019). Er ist Initiator verschiedener Projekte zur Gedenkkultur, unter anderem zum Blick von Shoa-Überlebenden auf die Wannseekonferenz, der Dienstvilla des Bundespräsidenten und Villen des jüdischen Großbürgertums, beispielsweise Villen in der Berliner Pacelliallee. Als Autor betrachtet Julien Reitzenstein aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen in ihrem historischen Kontext. Seine Essays erscheinen u.a. in der WELT, der Neuen Zürcher Zeitung, dem Cicero, der PRESSE, der ZEIT, der Jüdischen Allgemeinen, etc. – einige sind auf seiner Homepage zu finden.
Julien Reitzenstein lebt im ländlichen Südwesten Irlands.


Kein Heldengedenken

Wie jedes Jahr fand auch am vergangenen Sonntag – dem deutschen Volkstrauertag – außerhalb von Dublin eine ergreifende Zeremonie statt. Vor rund 50 Jahren wurden alle deutschen, in Irland verstorbenen Opfer der Weltkriege auf dem neu angelegten Deutschen Soldatenfriedhof Glencree…

Was Deutschland verlernt hat

Vor wenigen Tagen starb der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo – und wurde vom französischen Staat geehrt. Mit Staunen betrachtet man die Ehrung – nicht zuletzt, weil sie offenbart, was Deutschland verlernt hat. Und an ihrem Ende rührte sie durch eine…