Zu doof für Benoist

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Alain de Benoist hat umgehend auf ein Portrait geantwortet, das ihm Ellen Daniel widmete: Er will kein Völkischer sein. Das sollte er mal seinen völkischen Fans erklären.

Mail vom 22. März (übersetzt aus dem Französischen von Ellen Daniel)

Madame,

Der Artikel, den Sie mir gewidmet haben, hat zumindest einen Verdienst: Er ist von einer so hochtrabenden Dummheit, dass es komisch wird. Nachdem ich mein ganzes Leben lang gegen die „Völkischen“ argumentiert habe, finde ich mich also als „Mastermind der Völkischen“ porträtiert. Da kann man nur lachen.

Gerade veröffentliche ich mein 105. Buch, in dem ich mich wie immer auf einen Sozialismus Proudhon’scher Prägung und auf eine marxistische Kapitalismuskritik beziehe. Diesen Weg habe ich auch ausführlich in meinen Memoiren erklärt. Aber diese Themen sind offenbar ein bisschen zu kompliziert für Sie.

Ihr

Alain de Benoist




Ellen Daniel wurde 1968 in Hofheim am Taunus geboren und studierte Politikwissenschaft. Nach ihrem Master ging sie nach Brüssel, wo sie von 1994 bis 1999 Pressesprecherin der Sozialdemokraten im Europaparlament und Brüssel-Korrespondentin für verschiedene Tageszeitungen (u.a. Nürnberger Nachrichten, Passauer Neue Presse) und den Nachrichtendienst vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste war. 1999 kehrte sie nach Deutschland zurück und war bis 2015 Redakteurin beim Nachrichtenmagazin Focus; zunächst als EU- und Nahost-Expertin im Auslandsressort, später im Kulturressort. Sie hat im Marketing von SOS-Kinderdorf gearbeitet und war Pressesprecherin der Roland Berger Stiftung. Sie lebt als Autorin und PR-Beraterin in München und Berlin.