Zu doof für Benoist

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Alain de Benoist hat umgehend auf ein Portrait geantwortet, das ihm Ellen Daniel widmete: Er will kein Völkischer sein. Das sollte er mal seinen völkischen Fans erklären.

Mail vom 22. März (übersetzt aus dem Französischen von Ellen Daniel)

Madame,

Der Artikel, den Sie mir gewidmet haben, hat zumindest einen Verdienst: Er ist von einer so hochtrabenden Dummheit, dass es komisch wird. Nachdem ich mein ganzes Leben lang gegen die „Völkischen“ argumentiert habe, finde ich mich also als „Mastermind der Völkischen“ porträtiert. Da kann man nur lachen.

Gerade veröffentliche ich mein 105. Buch, in dem ich mich wie immer auf einen Sozialismus Proudhon’scher Prägung und auf eine marxistische Kapitalismuskritik beziehe. Diesen Weg habe ich auch ausführlich in meinen Memoiren erklärt. Aber diese Themen sind offenbar ein bisschen zu kompliziert für Sie.

Ihr

Alain de Benoist




Ellen Daniel wurde 1968 in Hofheim am Taunus geboren und studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Literaturwissenschaft in Wien, Passau, Cardiff und Florenz. Sie arbeitete als Pressesprecherin der Sozialdemokraten im Europaparlament und als EU-Korrespondentin in Brüssel, bevor sie 1999 nach Deutschland zurückkehrte und bis 2015 als Redakteurin im Auslands- und im Kulturressort des "Focus" tätig war. Heute ist sie Pressesprecherin der Roland Berger Stiftung, die begabte Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen auf ihrem Weg zum Abitur fördert. Sie lebt mit ihrer Familie in München und beschäftigt sich als Autorin mit kultursoziologischen Themen, am liebsten genüsslich im weiten Feld der Gastrosophie.