Arbeiteridylle (London, 1940) United Kingdom Government / Public Domain

Wir Arbeiterkinder

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Manche bekommen zum 18. Geburtstag ein prall gefülltes Sparkassen-Konto geschenkt. Andere einen Kuss auf die Stirn. Wir müssen über Chancengerechtigkeit reden.

Artikel 3 GG:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

In knapp einem Monat feiert das deutsche Grundgesetz sein 70-jähriges Jubiläum. Und gefeiert werden sollte es auch. Insbesondere unsere 19 Grundrechte. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, „jeder hat das Recht auf Leben“, „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“, „politisch Verfolgte genießen Asylrecht“, heißt es dort unter anderem. Sie kommen fast so melodisch und blumig daher, als hätten sich Goethe und Schiller um ihre Formulierungen gestritten und keine Politiker und Juristen. Die Grundrechte sind nicht nur deshalb schön, weil auch Menschen ohne zweites juristisches Staatsexamen sie verstehen, sondern weil unsere gesamte Verfassung eine historische Errungenschaft ist. „Komm zum Punkt“, werden sich wohl einige Leser_innen gerade denken. Doch bevor ich das tue, wollte ich noch schnell bei Artikel 3 des Grundgesetzes verweilen. Bei dem Artikel, der uns allen bescheinigt, dass wir gleich sind vor dem Gesetz und dass niemand aufgrund von Herkunft, Geschlecht und so weiter bevorzugt oder benachteiligt werden darf. „Oh nein, jetzt kommt sie mit der Migranten-Benachteiligten-Keule oder dem Feminismus-Zeugs“, werden wohl nun andere denken. Aber keine Sorge. Mir geht es dieses Mal nur um die Gerechtigkeit.

Die Verwechslung von Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit

Was meinem Humor genau entspricht, ist, wenn Menschen, die der Bildungselite dieses Landes angehören, etwas zum Thema Chancengerechtigkeit sagen – am besten Berufspolitiker, reiche Erben vielleicht oder Personen, die in den idyllisch, wohlbehüteten Vororten deutscher Großstädte aufwuchsen. Sie sagen dann Dinge wie, dass vor dem Gesetz doch alle gleich seien, es in der Schule nach Leistung und nicht nach Herkunft ginge und sowieso in diesem Land jeder alles werden könne, schließlich stünde ja auch das im Grundgesetz, Artikel 12 („Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen“), man sich doch nur ein wenig anstrengen müsse, dass das ja nicht zu viel verlangt sei, es zwar auch – zugegebenermaßen – noch einige Baustellen hier und da gäbe, dies, das, aber nichts, was wir nicht in den Griff bekämen, wir doch im Großen und Ganzen super seien, Integration und so, Klatschen, Ende.

Und da ist dann auch schon das Problem. Weil diese Leute in ihren Diskussionen, wo Menschen, die wirklich etwas zum Thema zu sagen hätten, weil sie eben keins der oben genannten Kriterien erfüllen, stets Chancengleichheit mit Chancengerechtigkeit verwechseln. Und sie merken das nicht, weil sie mit denen, die das betrifft, kaum ins Gespräch kommen können.

Gleich, aber ungerecht

Vor einigen Wochen las ich im „Zeit Magazin“ ein kurzes Interview mit Franz Müntefering. Darin erzählt er davon, wie er in der Zeit, als sein Vater in Gefangenschaft war, allein mit seiner Mutter aufwuchs, dass sie damals zu Kriegs- und Nachkriegszeiten – der Situation geschuldet – in eher ärmlichen Verhältnissen lebten, und er erzählt auch davon, wie er bereits mit 15 Jahren beschloss, sich weiterzubilden, die großen, wichtigen Bücher zu lesen, auch wenn ihm dabei zu Hause niemand helfen konnte, weil die Mutter es nicht verstand oder einfach andere Sorgen hatte. Solche Menschen, die dann Jahre später die Politik des Landes mitgestalten, imponieren mir. Nicht, weil sie es geschafft haben – aber auch – sondern, weil sie die Probleme verstanden hatten, denen sie selbst entkommen waren. Ich will an dieser Stelle keine Diskussion darüber vom Zaun brechen, ob die SPD heute so schlecht dasteht, weil ihnen Figuren wie Müntefering (und auch Gerhard Schröder bevor er einige Male falsch abbog) fehlen, sondern vielmehr sagen, dass die Berufspolitiker von heute in nur noch seltensten Fällen Berührungspunkte mit den Teilen der Gesellschaft haben, die wirklich etwas zum Thema Chancengerechtigkeit zu sagen hätten – den Arbeiterfamilien.

In einem Text erzählte ich bereits, wie ich von meiner Grundschullehrerin nach der vierten Klasse eine Empfehlung für die Hauptschule bekam, obwohl ich einen Notendurchschnitt von 1,0 hatte. Ja, dabei kann es sich auch einfach um einen Einzelfall von Arschlochverhalten handeln, aber gerecht war es sicher nicht. Von Gerechtigkeit kann auch nicht gesprochen werden, wenn die einen in der Gesellschaft vom Beginn ihrer Schulkarriere an ein eigenes Zimmer oder sogar einen eigenen Schreibtisch besitzen, während die anderen sich mit zwei weiteren Geschwistern ein Zimmer teilen und somit nur so lange lernen, bis jemand zum Schlafen das Licht ausmacht. Oder sie mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke weiterlernen bis sie darüber einschlafen. Von Gerechtigkeit kann auch nicht gesprochen werden, wenn die einen innerhalb der Gesellschaft selbstverständlich an allen Schulausflügen teilnehmen können, während die anderen darauf hoffen müssen, dass die Familie es irgendwie schafft, Geld zusammenzukratzen, damit man mitgehen kann. Außer bei Schüleraustauschen – denn diese sind immer zu kostspielig. Und wo sollte das Gastkind auch wohnen? Von Gerechtigkeit kann auch nicht gesprochen werden, wenn manche in der Gesellschaft von ihrem ersten Lebenstag an ein Konto angelegt bekommen, das monatlich gefüllt wird, und mit dem sie mit 18 Jahren machen können, was sie wollen (Mann, hat mich das immer beeindruckt!) und andere mit 15 anfangen Zeitungen auszutragen, danach an der Tankstelle arbeiten oder im Supermarkt Regale auffüllen, um sich auch all das leisten zu können, was in der Schule gerade in ist. Auch wenn es nur der nächste Ausflug in den Zoo ist.

Von Gerechtigkeit gesprochen werden kann auch nicht, wenn die einen stets ihre Eltern nach Hilfe bei Schulaufgaben fragen können, während sich die anderen selbst durchboxen müssen. Denn man kann diejenigen, die die wunderbare Möglichkeit besitzen, mit ihren Eltern am Abendbrottisch über Brecht, Kant oder aktuelle Politik zu sprechen, einfach nicht mit denjenigen vergleichen, bei denen die Eltern nur das Beste für ihre Kinder wollen, sich den Arsch für ein besseres Leben aufreißen, die aber eher die „Bild“ auf jenem Tisch liegen haben, wenn sie denn überhaupt zu Hause sind und nicht gerade in der Abendschicht arbeiten, und sich lieber über Sport unterhalten, einfach auch, weil sie es selbst nicht anders von ihren Eltern gelernt haben. Und all diese Ungerechtigkeit zieht sich später wie eine rote Linie fort durch das gesamte Leben. Wir, Arbeiterkinder, wissen, dass es in diesem Land sehr wohl Chancengleichheit gibt, dass es um die Gerechtigkeit jedoch schlecht bestellt ist.

Der Kampf des Arbeiterkindes

Wie sonst erklären sich die noch immer katastrophalen Zahlen von Kindern aus bildungsfernen Haushalten an Gymnasien? Oder Nicht-Akademiker-Kindern an deutschen Universitäten? Alle Eltern wollen für ihren Nachwuchs nur das Beste. Egal, welcher Schicht sie angehören. Dass es allerdings bei dem Besten graduelle Unterschiede in der Auslegung gibt, die an Möglichkeiten, die einem zustehen, gebunden sind, ist zwar vollkommen logisch, wird bei Debatten dennoch häufig ignoriert. Dabei ist es nun einmal so, dass das, was man von zu Hause mitbekommt, egal ob Wissen oder Geld, einen sehr deutlichen Einfluss auf unsere Bildungschancen hat. Leider.

Ich habe mit 15 Jahren meinen ersten sozialversicherungspflichten Job angefangen. Das weiß ich, weil mein Sozialversicherungsausweis 2002 ausgestellt wurde. Fortan arbeitete ich neben der Schule meistens zwischen 10 und 15 Stunden. Es ging nicht anders, wenn ich am Sozialleben meiner Mitschüler teilnehmen wollte. Dass mir dadurch natürlich weniger Zeit zum sowieso schon viel zu kurz kommenden Lernen blieb, liegt auf der Hand. Ähnlich ging es mir im Studium, nur arbeitete ich da zwischen 25 und 30 Stunden nebenher, da sich eine Miete ja auch nicht von alleine zahlt. Meine damalige, sehr romantische Vorstellung eines Politikstudiums, wo ich mich in einem Gewand, im Schatten einer Eiche, auf einer grünen Wiese sitzend sah, in der einen Hand Platon, in der anderen Rousseau, mit meinen Kommiliton_innen diskutierend, entpuppte sich schnell als Illusion. Stattdessen arbeitete ich in erster Linie, um nebenher studieren zu können, während auf meiner Mensakarte dennoch immer mehr Geld als auf dem Konto war, ich allem Widerstand zum Trotz versuchte, allem Frau zu werden (Achtung, gendergerecht umformuliert!), Wissen aufzuholen, das die meisten meiner Mitstudierenden bereits von zu Hause, von den Diskussionen am Elterntisch, ihr wisst schon, aufgesaugt hatten, doch am Ende, irgendwann, diese vier, fünf Stunden Schlaf pro Nacht zu wenig wurden und man beschloss, es doch einfach nur, egal wie, hinter sich zu bringen.

Und so wie mir geht es ganz vielen Menschen in Deutschland, die aus ähnlichen Verhältnissen stammen. Entweder sie versacken irgendwo zwischen Haupt- und Realschule, nicht weil sie dumm sind, sondern weil Versacken so viel einfacher ist als Hochkämpfen, Nicht-Fördern so viel einfacher als Fördern, das sich nicht ändern wollende Schulsystem in Deutschland sich eben nicht ändern will und manche Arbeiterkinder eben immer Arbeiterkinder bleiben müssen, weil wer sonst würde denn dann die Arbeit machen, außer natürlich die aus Südosteuropa billig eingekauften Fachkräfte? Die einen bleiben also dort, wo sie sind, die anderen beschließen, sich ein Studium doch gar nicht leisten zu können und die dritten, wie ich, entscheiden sich dazu, den Kampf anzunehmen: gegen den finanziellen Ruin und die eigene Dummheit.

Das Leben in zwei Welten

Arbeiterkinder, die – wie die Amerikaner so gerne sagen – „against all odds“ doch an Universitäten landen, wissen, wie es ist, sich richtig dumm zu fühlen. Während man selbst noch damit beschäftigt ist, sich einen Stundenplan zusammenzustellen, weil man nicht wusste, dass man das selbst machen soll, woher soll man es auch wissen, und man jedes zweite Wort des Lehrenden im Seminar im Fremdwörter-Duden nachschlagen muss, nicken sich die Mitstudierenden bei von ihnen geäußerten Beiträgen wie „Habermas würde durchdrehen, wenn er das hörte“ wohlwollend zu und man selbst notiert sich in sein Notizheft, das einem die Mutter noch stolz mit neuen, dieses Mal echten, Stabilo-Stiften zum Studium geschenkt hat: „Dringend schauen, wofür Habermas steht und nochmal über Krankenschwesterausbildung nachdenken.“ Für Kinder aus bildungsfernen Haushalten ist der Sprech, der an Unis gebräuchlich ist, alles andere als verständlich. Wir können nicht folgen, fühlen uns fehl am Platz und fragen uns, ob eben die Krankenschwesterausbildung, die Mutter doch so gut fand, nicht die bessere Entscheidung gewesen wäre. Doch es ist nicht nur die Sprache, sondern auch die Themen, Diskussionen, der Verhaltenskodex, die uns alle völlig fremd sind, auf die wir uns erst einmal einstellen müssen. Lange Zeit fühlen wir uns wie Aliens, die auf einem neuen Planeten gelandet sind und bis zum Schluss haben wir das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören.

Wir Arbeiterkinder werden immer zwischen zwei Welten stehen. Doch ich habe gelernt, das positiv zu konnotieren. Als ich bei der Post in einem Niederlassungszentrum gearbeitet habe, hatte ich eine wunderbare Zeit. Oder auf der Bananenfarm, oder an der Tankstelle, oder bei H&M. Ich habe meine Kolleg_innen und ihre Probleme verstanden, ihre Sorgen, ihre Sprache, ihr Leben, denn es ist doch auch meines. Man kann seine Herkunft ja nicht einfach ablegen wie eine Winterjacke, wenn der Frühling kommt. Ich erinnere mich, dass uns der Gesprächs- und Lachstoff niemals ausging, so wie er in meiner Familie nicht ausgeht, obwohl ich heute keine Briefe mehr sortiere und mich bildungstechnisch weiterentwickelt habe. Wenn ich dann heute stattdessen an vermeintlich elitären Veranstaltungen teilnehmen darf, bei denen ich mich zugegebenermaßen immer noch frage, wie ich dort landen konnte, verstehe ich auch die Sprache dieser Menschen dort, ihre Wünsche, diskutiere mit ihnen über Politik, jetzt auch über Habermas und Arendt. Ich kann dort mitspielen, habe es gelernt, doch bleibt mein Herz ein einfaches Kind.

Für eine gerechtere Bildungslandschaft

Es ist schon eine Weile her, dass meine Oma Anđa, bei der ich zu einem großen Teil aufwuchs, am Leben war. Ich war neu an der Uni und erzählte ihr davon. Meine Familiengeschichte ist geprägt vom Sozialismus des ehemaligen Jugoslawiens, von Pionieren und Arbeitern. Plötzlich sagte sie: „Ach ja, das war damals schön an der Uni.“ Ich, die eigentlich wusste, dass meine Generation die erste war, die überhaupt die Möglichkeit besaß eine Uni von innen zu sehen, erwiderte: „Oma, du warst an der Uni?“ Sie schaute mich mit Stolz an und sagte: „Natürlich. Ich habe doch damals in Sarajevo in der Uni geputzt. Bei den Chemikern. Die waren alle sehr nett dort.“

Das ist die Geschichte, die viele Kinder aus Arbeiterfamilien mitbringen, wenn sie eben doch an der Universität landen. Es gibt für mich nie einen Grund zu Neid, auch nicht auf diejenigen, die es so viel leichter hatten, weil ihre Voraussetzungen besser waren. So ist das Leben, so der Zufall der Geburt. Eigentlich empfinde ich Stolz. Ich bin stolz auf das, was viele Kinder aus Arbeitermilieus und ich trotz der Widerstände geschafft haben.

Wir sagen in dieser Gesellschaft immer, die Bildung sei der Schlüssel zu allem. Zum Erfolg, zur gesellschaftlichen Teilhabe, zu einem besseren Leben. Wenn wir behaupten, dass „alle Deutschen das Recht haben, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen“, dann sollten wir doch auch dafür sorgen, dass der Weg dorthin mit Gerechtigkeit geschieht. Natürlich haben wir keinen Einfluss darauf, was manche Eltern imstande oder eben nicht imstande sind, ihren Kindern beizubringen. Was wir aber können, ist, eine gerechtere Bildungslandschaft herzustellen. Dass in einem Land, das so reich, so wohlhabend, so weit entwickelt ist wie unseres, der Weg an eine Universität immer noch abhängig ist von der sozialen Herkunft, ist eine Schande.

Bildungsministerin Anja Karliczek hat einen enormen Etat in ihrem Ministerium – einen Etat, der seit 2013 kontinuierlich gestiegen ist. Trotzdem fragt man sich, was sich in den vergangenen Jahren in der deutschen Bildungslandschaft radikal verändert hat? (Abgesehen vom G8-G9-Chaos). Und ehe jetzt viele aufschreien und sagen, ich solle doch meinen eigenen Arsch bewegen und was tun, muss ich gestehen, dass ich noch keine Allzweckwaffe als Lösung dieser Problematik gefunden habe, aber dass ich einige Ideen im Kopf hätte. Auch wenn es gar nicht mein Job ist, mir Gedanken darüber zu machen, sondern der unserer Politiker. Bei Fragen bin ich jedoch eine freudige Gesprächspartnerin. Und falls ich doch noch in die Politik wechseln sollte, hätte ich bei meinen Reden im Bundestag gerne eine Einlaufmusik wie sie sonst Boxer haben. Und der Song wäre von Drake und er geht so:

“Started from the bottom, now we’re here
Started from the bottom, now my whole team fuckin‘ here
Started from the bottom, now we’re here
Started from the bottom, now the whole team here, nigga”.




Deana verbrachte den Großteil ihrer Kindheit im Garten ihrer Großeltern in Sarajevo. Sie findet es schade, dass ihr Nachname nicht auf „ić“ endet. Das Studium der Politikwissenschaft in Berlin und Paris dauerte länger als geplant, doch brachte es sie über Umwege zum Journalismus. Sie war unter anderem für die taz, Focus Online und das ZDF tätig. Als Head of Social Media arbeitete sie für die Berliner Morgenpost und als Senior Audience Development Manager für das Handelsblatt. Daneben realisierte sie in den vergangenen Jahren unterschiedliche freie journalistische Projekte. Sie schreibt als Kolumnistin für die Salonkolumnisten und ist seit Oktober 2018 als Journalistin für Chapter One tätig. Daneben macht sie einen Master in Zukunftsforschung an der Freien Universität in Berlin. Journalistin zu sein, bedeutet für sie den besten Job der Welt zu haben.