Zwei Politikertypen bestimmen aktuell die politische Agenda. Das ist schlecht für die liberalen Demokratien. Vor allem in Deutschland ist eine wichtige Fähigkeit abhanden gekommen.
Angela Merkel sträubt sich gegen ein öffentliches Bekenntnis zum Feminismus. Das liegt auch daran, dass sie sich nicht in die Opferrolle zwängen lassen will. Stattdessen fertigt sie ihre männlichen Widersacher in Kill-Bill-Manier ab.
Ein Wahlkampf wie eingeschlafene Füße soll das gerade sein, heißt es landauf und landab. Stimmt das? Nein, dieser Wahlkampf ist durchaus bemerkenswert.
CDU-Politiker Jens Spahn fordert Deutschkurse für Berliner Hipster. Unsere Autorin meint: richtig so! Das allerdings kann nur ein Anfang sein; denn nicht nur in Neukölln, auch andernorts besteht linguistischer Nachholbedarf.
Die CDU schaltet einen Wahlkampfspot, in dem ein Fötus eine Rolle spielt, die SPD reagiert darauf, außerdem gibt es schöne Landschaften und süße Kinder. Eine Bewertung aus liberal-feministischer Perspektive.
Es könnte eng werden für Hannelore Kraft und ihre SPD in Nordrhein-Westfalen. Die CDU wirkt auf den letzten Metern agiler. Rächen sich nun handwerkliche Fehler der Ministerpräsidentin?
Heute wird gewählt im Norden. Dann hat wohl auch das "Moin, moin" von Torsten Albig und Daniel Günther erst mal ein Ende. Im Wahlkampf war Provinzialität Ehrensache.
Im NRW-Wahlkampf kleben Parteien wieder Plakate, über die man als selbst denkender Mensch mit Faible für Logik, Sprache und Typographie nur den Kopf schütteln kann.
Mit der Wahl Winfried Kretschmanns zum ersten grünen Ministerpräsidenten hatten die Grünen ihren Zenit erreicht. Seitdem geht es bergab. Nicht alle Gründe für den Abstieg der Grünen sind begrüßenswert.
Ein Autorenblog für alle, die gern streiten und nicht an den Weltuntergang glauben. Die Salonkolumnisten schreiben über Politik und Kultur – klug, pointiert und in vielen Stimmen, die sich oft uneins sind. Verteidiger der offenen Gesellschaft, Gegner jeder Schwarzmalerei.
Folgen Sie uns