Foodwatch behauptet, dass jährlich 200.000 Menschen durch Pestizide ums Leben kämen. Mit Fakten hat das nichts zu tun. Unser Autor über die Hintergründe einer skrupellosen NGO-Kampagne.
Es brauchte Trumps Wahl, damit die wirren Ansichten von RFK Jr. auch bei stärker bekannt wurden. Früher war er mit seiner Medizinesoterik bei Grünen und Linken hierzulande ein gern gesehener Gast – und bis heute bleibt man sich in vielen zentralen Fragen einig.
Jeder hat’s schon mal gehört: Der Einsatz von Herbiziden und der Anbau von insektenresistenten Pflanzen ist sinnlos, denn beides führt nur zur Ausbreitung von Resistenzen. Die Natur schlägt zurück, man muss immer mehr Chemie einsetzen, alles wird immer schlimmer – besser, man lässt die Finger davon.
Grüne Parlamentarier haben eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, die zeigt, dass sie ein gestörtes Verhältnis zu Fakten und zur Forschungsfreiheit haben. Ihre Intention: Missliebige Forschungsprojekte sollen eingeschränkt, Esoterik gefördert werden.
Genveränderte Pflanzen sind erlaubt, wenn man das Genom mit der Schrotflinte zerschießt. Präzise Veränderungen hingegen gelten als unvorhersehbares Risiko. Ein Genforscher muss daher erst den Kontinent verlassen, bevor er in einen Apfel beißen darf.
Der Biolandbau beruft sich gern darauf, wissenschaftliche Methoden zu verwenden. Das mag in Teilbereichen zutreffen, aber seine Grundprinzipien beruhen auf mystischen Vorstellungen.
Beispiele aus Asien zeigen angeblich, dass es möglich ist, auf synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger zu verzichten und dennoch gute oder sogar bessere Ernten einzufahren. Doch die Realität sieht anders aus.
Mit einem neuen Vorstoß beanspruchen NGOs die Oberhoheit über die Zulassung von Gentechnikprodukten wie Arzneimitteln und Saatgut. Zahlen sollen die Unternehmen der Gen- und Biotechnologie-Branche über eine Art Biotech-Strafsteuer. Über die Verwendung der Mittel wollen Umwelt- und Verbraucherschutzverbände entscheiden.
Der Europäische Gerichtshof hat eine Entscheidung mit gravierenden Folgen für die Pflanzenforschung getroffen. Der Exodus von Wissenschaftlern beginnt, kleine und mittelständische Saatgutfirmen werden ihre Auslandsmärkte verlieren. Richterschelte ist aber nicht angebracht. Das Problem ist die Politik.
Der Anbau von Trauben, Hopfen und Getreide für Vergärungszwecke verschwendet wertvolle Ressourcen. Zeit für noch mehr Verzicht und Verbote – das sind wir dem Planeten schuldig.
Die ehemalige Agrarministerin Renate Künast entwickelt wie manch andere Ex-Politiker einen Hang zu Verschwörungstheorien. Sie lässt sich mit Impfgegnern, Esoterik-Medizinern und 9/11-Truthern ein.
Die Grünen wollen eine „offene und faire Debatte“ um Gentechnik in der Landwirtschaft, melden die Medien. Das klingt wie eine Revolution. Eine Portion Skepsis ist angebracht.
Ein Autorenblog für alle, die gern streiten und nicht an den Weltuntergang glauben. Die Salonkolumnisten schreiben über Politik und Kultur – klug, pointiert und in vielen Stimmen, die sich oft uneins sind. Verteidiger der offenen Gesellschaft, Gegner jeder Schwarzmalerei.
In seinem Buch „Traurige Moderne“ erklärt der französische Star-Soziologe Emmanuel Todd die Weltereignisse als Folge familiärer Strukturen. Was durchaus originell hätte sein
Friedrich Dürrenmatt wäre am Dienstag 100 Jahre alt geworden – höchste Zeit, seine unkonventionelle Beschäftigung mit Israel, Religion und Staat neu zu
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