In Marseilles Stadtteil La Castellane lernte Zinedine Zidane das Kicken, aber ein Ort zum Wohlfühlen ist das Viertel nicht. Til Biermann hat vor Ort ganz neue Level an Dystopie erlebt.
Hipster-Schnurrbärte, Craft-Bier, viel Leidenschaft und links – das ist Dulwich Hamlet FC aus London. „The Hamlet“, gegründet im Jahr 1893, spielt in Southwark im Süden von London in einem etwas maroden 3300-Zuschauer-Stadion, dem „Champion Hill“. Es gibt feines Craft-Pale-Ale statt Stadion-Plörre (ein Pint für fünf Pfund), Hühnchen-Souvlaki mit Salat und Pommes in Pita (sieben Pfund), statt Wurst und obwohl der Verein in pink-schwarz nur in der sechstklassigen National League South spielt, kommen an Wochenenden mehr als 3000 Fans. Der Klub
Ein Platz gegenüber dem britischen House of Parliament in London. Acht Iraner stehen da mit Bannern und skandieren, jedes Mal, wenn ein Auto das Gelände verlässt. Sie fordern Großbritannien auf, weitere Sanktionen gegen den Iran zu erlassen. Sie schreien einsam gegen eine gewisse Gleichgültigkeit an, die sich gegenüber dem Leid der iranischen Revolutionäre breit gemacht hat. 100 Meter weiter machen die Touristen wie immer ihre Fotos am Big Ben. Ein paar Tage später, am Samstag, kommen, während sich in Berlin
Hans Niemann ist 19 Jahre alt, Amerikaner und sieht aus wie der Zwillingsbruder des Rappers Jack Harlow, wuschelige Lockenhaare, verschmitzes Gesicht. Entweder er ist eines der größten Schachgenies aller Zeiten – oder einer der größten Schachbetrüger, der mit Chuzpe die Schachwelt an der Nase durch die Manege gezogen hat. Niemann ist Schachmeister und hat neulich bei einem Prestige-Turnier den norwegischen Weltmeister Magnus Carlsen, 31, besiegt. Die Art und Weise ließ manche vermuten, Hans habe betrogen. Irgendwie müsste er dafür beim
Eggs hat blaue Augen, riesige Pupillen, dunkle Haut und Rastazöpfe. Er ist ein Londoner Jamaikaner und zeigt mir den besten Platz für Jerk Chicken in Brixton, das ist ein scharf mariniertes, in einer Rauchtonne gegrilltes Hähnchen. Ein kleiner, schlauchförmiger Laden ist das, viel Fisch im Angebot, die Köche reden Patois miteinander, das karibische Englisch der Jamaikaner. Ich esse das Huhn mit Reis in einem kleinen „Community Garden“, einem jener eingezäunten Parks, die nachts abgeschlossen werden. Dann, in der Kneipe daneben,
Ein Autorenblog für alle, die gern streiten und nicht an den Weltuntergang glauben. Die Salonkolumnisten schreiben über Politik und Kultur – klug, pointiert und in vielen Stimmen, die sich oft uneins sind. Verteidiger der offenen Gesellschaft, Gegner jeder Schwarzmalerei.
Ein Präsident, der Chaos zelebriert, gibt den Vorkämpfer für Ordnung und Recht: Hannes Stein und Richard Volkmann streiten, wie schlicht ein Wahlkampfclaim
Offiziell ist es noch nicht, aber wie „NBC“ berichtet, soll Rex Tillerson, CEO von ExxonMobil, neuer Außenminister der USA wird. Der 64-jährige Manager hat
Sind Atombefürworter in Wirklichkeit rechte Klimaleugner und Industrielobbyisten? Das meinte die Journalistin Susanne Götze jüngst im „Spiegel“. Doch das ist eine grobe
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