Marko Martin

Geboren 1970 in Sachsen, verließ im Mai 1989 als Kriegsdienstverweigerer die DDR. Mag weder Menschenschinder noch deren Rechtfertiger, hat die gleiche Allergie gegen Schönredner wie gegen Hysteriker. Hört "Scheiß Liberaler" gern als Lob. Wohnt, falls er nicht auf Reisen ist, in Berlin. Schreibt Romane, Erzählungen, literarische und politische Essays. Zuletzt erschien die Liebeserklärung "Tel Aviv, Schatzkästchen und Nussschale, darin die ganze Welt" sowie der Erzählband «Umsteigen in Babylon. Erzählungen 2007–2011». Publizistisch tätig vor allem für die WELT, aber auch NZZ, JÜDISCHE ALLGEMEINE, MARE und INTERNATIONALE POLITIK.


Die alt-neue Lust am Untergang

Der französische Starphilosoph Michel Onfray verwechselt in seinem neuen Buch „Niedergang. Aufstieg und Fall der abendländischen Kultur“ den liberalen Westen mit einem „entchristianisierten Christentum“ und stellt beiden den Totenschein aus, klaglos und apodiktisch. Eine Lektüre, die zum Widerspruch reizt.